Kultur in Südtirol - Veranstaltungskalender

 

Egon Rusina/Medea Moroder - Grafik Ausstellungen

Vater und Tochter stellen - zum ersten Mal gemeinsam - in den Räumen der Galerie Offizin S. in Meran Zeichnungen und Druckgraphik aus.
Egon Rusina/Medea Moroder, Xilografie (Ausschnitt), 2017
Egon Rusina/Medea Moroder, Xilografie (Ausschnitt), 2017

Das Werk des Grödner Künstlers Egon Rusina Moroder (*1949), der zunächst vor allem durch seine Illustrationen und Karikaturen bekannt geworden ist, hat sich in den letzten Jahren kontinuierlich gewandelt.

Dem Motiv, dem figurativen Arbeiten (das er heute als Ablenkung von der Möglichkeit, sich in sich selbst zu versenken, bezeichnet), hat der Künstler seit längerer Zeit den Rücken gekehrt. Seine Kunst dient ihm nunmehr als Werkzeug auf dem Weg der Besinnung hin zum Wesentlichen. Sie ist ein Ritus, eine Art Meditation. In der Einfachheit der Natur findet er die Ruhe, die Stille und die Einheit mit sich selbst als Schaffensgrundlage für seine monochromen Zyklen, denen er sich in den letzten Jahren intensiv widmet.

In seinem Winter-Freilichtatelier auf der Raschötz, zu dem er Tag für Tag mit der Beharrlichkeit des Suchenden pilgert, hat Egon Rusina im Dezember 2015 mit seiner letzten, noch unabgeschlossenen Serie Flutluft begonnen. Ein Auszug der entstandenen Bleistiftzeichnungen, in denen der Künstler „eine nicht messbare Bewegung, den Rhythmus des Wesentlichen, die Leere“ einzufangen versucht, ist erstmals in den Ausstellungsräumen der Galerie Offizin S. zu sehen.

Ein Debüt für den Grödner ist die erste gemeinschaftliche Ausstellung mit seiner Tochter Medea Moroder (*1990). Die junge Künstlerin, die nach dem Studium an der Kunstakademie in Urbino in ihr Heimattal zurückgekehrt ist und seitdem am Kunstgymnasium St. Ulrich/Gröden unterrichtet, setzt sich in ihren Radierungen mit gesellschaftskritischen Themen auseinander. Die Liebe zur Natur und den Bergen hat sie mit ihrem Vater gemeinsam, was in ihren großflächigen Holzschnitten zum Ausdruck kommt.


Im Rahmen der Vernissage wird der nunmehr siebte bibliophile Sonderdruck der Offizin S. präsentiert, der auch diesmal in Zusammenhang mit der Ausstellung auf den Pressen der Werkstatt entstanden ist. Der Sonderdruck enthält drei Linolschnitte von Medea Moroder und chinesische Gedichte aus der Tang-Periode (7. – 9. Jh. n. Chr.) in der Übersetzung von Martin Benedikter.


 
 

Info

Galerie Offizin S.
Tel. +39 0473 212354
 
Ticket
Freier Eintritt
 
 
 

erstellt von

Valentin-Haller-Gasse, 9
39012 Meran
 
Tel. +39 0473 212354
 
 
 
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